|
Bei den Südbayerischen Meisterschaften der MU14 am 02.10.2010 in Landshut waren nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Mario Gschneidner sechs Judoka des TSV Unterhaching am Start. Und immerhin fünf konnten sich für die bayerischen Titelkämpfe in zwei Wochen in Eichstätt qualifizieren. Das Topergebnis des Tages holte sich Simon Hinrichsen in der Klasse -37kg.
Â
Seinen Auftaktkampf gegen Anthony Sabo (TSV Grafing) gewann er souverän mit Ippon. Gegen Matthias Pauli (SV Grainet) tat er sich deutlich härter und konnte erst nach Verlängerung und Kampfrichterentscheid die Matte als Sieger verlassen. Auch gegen Michael Stecher (TSV Großhadern), dem er eine Woche zuvor noch auf den Münchner Meisterschaften im Halbfinale unterlegen war, musste er in die Verlängerung. Eine Bestrafung des Haderners führte hier zum Golden Score für den Hachinger und so stand er im Finale. Er traf dort auf Janis Kraft (SF Harteck) der zuvor im Halbfinale den zweiten Hachinger in dieser Gewichtsklasse (Julian Buck) ausgeschaltet hatte. Hinrichsen sorgte sozusagen für die Revanche, siegte klar und wurde so Südbayerischer Meister. Julian Buck hatte sich durch zwei Ippon-Siege gegen Daniel Wetsch (PSV Königsbrunn) und Martin Großkopf (SG Moosburg) in das Halbfinale gegen Kraft vorgekämpft. Im Kampf um Platz 3 musste er sich dann dem starken Abensberger Richard Schönberg geschlagen geben, ist mit Platz 5 aber sicher für die bayerische qualifiziert. Ähnlich erging es Lukas Schlemmer (-40kg). Zwei Siege brachten ihn ebenfalls ins Halbfinale und sicherten ihm so die Qualifikation, auch er beendete das Turnier auf Platz 5.
Â
In der Klasse bis 43kg trat Dominik Wurzer als Münchner Meister auf die Matte. Seinen Auftaktkampf gegen Carlito Juarez (TuS Bad Aibling) gewann er durch zwei Waza-ari-Wertungen für O-soto-gari (Außensichel). Gegen den Schwäbischen Meister Dominik Diek (TSV Königsbrunn) musste er sich nach voller Kampfzeit geschlagen geben. In der Trostrunde wartete dann Michae Fröhler (TSV Abensberg). Den Nachwuchskämpfer vom Bundesliga-Rekordmeister hatte Wurzer jedoch stets im Griff. Nach Waza-Ari-Führung für eine Wurftechnik holte er sich mit Juji-gatame (Armhebel) den vorzeitigen Sieg. Im nächsten Kampf gab es eine Wiederholung des Finales der Münchner Titelkämpfe. David Levin (TSV großhadern) ging zunächst in Führung, machte dann jedoch einen entscheidenden Fehler. Bei einem Wurfangriff gefährdete er sich durch die Art der Ausführung selbst und wurde daher von den Kampfrichtern zu seinem eigenen Schutz disqualifiziert. Im Kampf um Platz 3 wartete dann der oberbayerische Meister Max Breitenlodner (SV Hirten). Wurzer ging zunächst mit Waza-ari für Tani-otoshi (Konterwurf) in bevor er mit O-soto-gari die Sache vorzeitig klar macht. Damit hatte sich der Hachinger die Bronzemedaille und die Qualifikation gesichert.
Etwas unglücklich verlief das Turnier für Luis Mager (-46kg). Auch er konnte sich zwei souveräne Siege erkämpfen, in Folge der hohen Teilnehmerzahl in seiner Klasse reichte das am Ende nur für Platz 9, die Qualifikation damit denkbar knapp verpasst.
Besser lief es für David Hocheder (+60kg). Zwar ging sein Auftaktkampf gegen Daniel Kienze (FC Langweid) verloren. Ein Freilos und zwei Siege in der Trostrunde brachten ihn jedoch bis auf Platz sieben und sicherten ihm so die Qualifikation.
Insgesamt sind somit fünf Judoka des TSV Unterhaching für die Bayerische Meisterschaft qualifiziert und kämpfen um die Chance zur Qualifikation zur Süddeutschen, der höchsten Meisterschaft dieser Altersklasse. |