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Nicht nur die Schneeflocken fielen an diesem Wochenende im fernen Schwarzwald, auch die Turner vom Team Exquisa Amper-Würm. Glücklicher Weise fielen die „Gefleckten“ fast so sanft wie die „Weißen“, es kam zu keinen Verletzungen. Doch der Reihe nach:
An Boden und Pauschenpferd konnten die Exquisas gegen die Gastgeber d es Markgräfler Hochrhein-Turngaus (also der Südwestecke von Deutschland, nahe der Schweizer und französischen Grenze) gleich einen ordentlichen Vorsprung herausturnen. Am Boden zwei Unentschieden und zwei deutliche Siege von Fabian Ullrich (beste Bodenübung), Michale Rettenmeier, Lukas Dauser und diesmal auch Jonathan Kienzle und am Pauschenpferd vier Siege durch Jakob, Sebastian, Jonathan (deutlich beste Übung) und Lukas (zweitbeste Übung) brachten einen Vorsprung von 23 Punkten. Dass es so nicht weitergehen würde war klar, die Gastgeber punkteten an den Ringen zweimal mit ihren stärksten Turnern, doch Jonathan und Jakob (schwierigste und beste Übung) konnten mit ihren überzeugenden Schwungelementen gut gegenhalten: 7 Scores gegenüber 5 Scores, die die Gastgeber geholt hatten, brachten den Exquisas auch den Gerätesieg an den Ringen ein.
In der Halbzeitpause tüftelte Lukas weiter am Anlauf und Rondat zu seinem Jurtschenko-Sprung. Er kam mit der Matte und dem glatten Boden einfach nicht klar. Im Wettkampf gelang ihm dieser Sprung dann doch ganz leidlich, nur nutzten die Gastgeber ihre Chance und setzten=2 0gleich einen starken Springer dagegen. Auch die anderen Duelle gingen an die Gastgeber, und somit war das Gerät für die Exquisas mit 9:0 Scores verloren. Überraschend war das nicht, waren doch die beiden Sprunggewaltigen Jakob und Sebi Mirz nicht im Einsatz (Jakob schonte sein Knie, Sebi hatte Schule).
Der Vorsprung war vor acht Übungen vor Schluss noch komfortabel, aber bei weitem nicht sicher. Am Barren fand Lukas nicht den richtigen Griff und stürzte bei seiner Riesenfelge ab. Zwar konnte er seine Übung anschließend fortsetzen, musste aber 5 Scores abgeben. Jonathan (zweitbeste Übung) und Sebastian (drittbeste Übung) holten in ihren beiden Duell mit wunderschön geturnten Übungen wieder je zwei Scores zurück. Jakob sollte den Gerätesieg retten, kam aber nach Felge und Riesenfelge nicht fehlerfrei durch seine Moy-Stemme. Danach musste er beim Diamidov abrollen, kämpfte um den Stütz und musste doch vom Gerät springen. Na ja, Glatteis wohl auch am Barren... Vier weitere Scores für die Gastgeber sicherten ihnen auch diesen Gerätesieg und der Wettkampf sollte sich erst am Reck entscheiden.
Jonathan legte vor, er turnte wunderschön, den „Adler“ gar so sehr in den Handstand dass er aus dieser Position gar nicht mehr weiter kam. Sekundenlang stützte er so über dem Reck, dann musste er abspringen und neu beginnen. Diesmal gelang der „Adler“ gut, doch das Duell ging mit vier Punkten an die Gastgeber. Als nächstes legte Lukas vor, doch der zweitstärkste der Gastgeber konnte ihm drei Scores abnehmen, was zum Wettkampfstand von 34:30 zwei Duelle vor Schluss führte. Die Gastgeber ließen ihren stärksten Turner vorlegen, für die Exquisas zog Jakob Paulicks gewohnt souverän und mit seiner schönen Tkatchev-Grätsche nach (zweitbeste Übung) und konnte ein Unentschieden holen. Somit galt es abschließend für Michi Rettenmeier, „nur“ noch die Nerven und den Vorsprung zu behalten. Michi turnte gut durch, wählte den sicheren Abgang – und konnte sich gar über fünf Scores freuen, weil sein Gegner nicht ausreichend zählbare Elemente geturnt hatte. Große Freude im Lager der Exquisas, auch weil Jonathan diesmal mit 14 Scores der Top Scorer des Wettkampfs war. Er war diesmal an fünf Geräten im Einsatz. Auch die Gastgeber waren zufrieden, hatten sie doch drei Geräte gewonnen und auch gar nicht mit einem Sieg ge rechnet.
Auf dem Heimweg fielen dann wieder die Schneeflocken und keine Turner, Kampfrichter Günter träumte auf der langen Fahrt durch die Nacht von seinen Skiern...
Am 29. November soll es „daheim“ in Unterhaching nochmal ein schöner Abschlusswettkampf der Regionalliga-Begegnungen werden, auch wenn Lukas und Jonathan sich auf Kaderseminar befinden werden. Einturnen ist wieder um 15.00 Uhr in der Generali Sportarena.
Klaus Schneider, Teammanagement
Infos über die Saison:
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