Nach schwerer Krankheit ist Richard Hörle unsere „Trainerlegende“, wie ihn seine Jungs immer liebevoll nannten, in der Nacht vom 08. auf den 09. Oktober 2020 für immer von uns gegangen. Mit ihm verliert der Bayerische und Deutsche Turnsport eine der herausragendsten Trainerpersönlichkeiten im Nachwuchsleistungssport.

Richard Hörle ist seit 45 Jahren Mitglied und seit 2019 Ehrenmitglied beim TSV Unterhaching 1910 e.V. In diesen langen Jahren ist es dank seines Wirkens gelungen, den Verein zu einer der führenden Adressen im Nachwuchsleistungssport im Gerätturnen männl. in Deutschland zu machen. Richard hatte ein absolut sicheres, untrügliches Gespür für Talente und eine außergewöhnliche Begabung diese entsprechend zu fördern und zu formen. Er hat dabei immer den jungen Menschen in seiner Gesamtheit gesehen und nie ausschließlich die Leistung in den Vordergrund gestellt. Neben konsequentem Training gehörte auch Spaß und Freude für die Kinder dazu. Und er betreute die Kinder auch, wenn es einmal nicht so lief. Er vermittelte ihnen stets seine Wertschätzung und gab die oft so wichtige psychologische Hilfestellung.

Sein jahrzehntelanges, unermüdliches Wirken hat den Grundstein dafür gelegt, dass der TSV Unterhaching sowie der Turnsport in Bayern und auch in Deutschland größte Erfolge verzeichnen konnten. Dass heute mit Marcel Nguyen, Lukas Dauser und Felix Remuta 3 seiner ehemaligen Schützlinge dem Kreis der bundesdeutschen Nationalmannschaft angehören, kommt nicht von ungefähr. Krönung für ihn und zugleich auch seine größte Freude war der Gewinn der beiden Silbermedaillen von Marcel Nguyen bei den Olympischen Spielen in London 2012. Wobei ihn auch die anderen, unzähligen Medaillen seiner Turner auf allen Ebenen immer größte Glücksgefühle bereiteten und ihn mit Stolz auf seine Jungs erfüllten.

Schlüssel zu all den vielen Erfolgen war vor allem auch seine Bereitschaft und Fähigkeit zur Kooperation. Er wusste genau, dass große Erfolge nur zu erreichen sind, wenn man zusammenarbeitet. Und so ist er selbst auf den Landestrainer zugegangen und hat ihn auf ein neues Talent hingewiesen bzw. hat dann auch die jungen Nachwuchsturner schrittweise in seine Obhut gegeben, wenn er den Zeitpunkt dafür als gekommen gesehen hat. Dieses System war höchst erfolgreich.

Er brannte bis zum Schluss für seinen geliebten Turnsport und man spürte bei allem, was er tat, sein großes Herzblut. Wir verspüren große Dankbarkeit dafür, dass wir ihn zum Wegbegleiter und Freund haben durften. Auch wenn er eine große kaum zu schließende Lücke hinterlässt, werden wir versuchen, sein Werk fortzusetzen und in seinem Sinne weiter zu wirken.

Richard, Du wirst für immer einen Platz in unseren Herzen haben.

Oskar Paulicks

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