„Umringt von Angreifern“, „mit dem Rücken zur Wand“, „am Boden ohne Flucht- und Ausweichmöglichkeit“. Das waren nur einige Szenarien Ende November 2017 beim traditionellen BUDO-Lehrgang der Aikido-/Judoabteilung des TSV Unterhaching e.V. Mehr als 40 Kampfsportler, insbesondere aus den Disziplinen Taekwon-Do, Aikido und Judo widmeten sich den ganzen Tag dem Thema „Selbstverteidigung in räumlich beengten Situationen“.

Norbert Frank (5.Dan Aikido), Leiter der Aikido-Gruppe beim TSV Unterhaching e.V. organisiert seit langen Jahren diesen Lehrgang, unterstützt durch seine Frau Klaudia (3.Dan Aikido). Er eröffnete die Veranstaltung mit entsprechenden Techniken aus dem Aikido, gefolgt von Jürgen Englerth (6.Dan Taekwon-Do). Letzterer widmete sich unter anderem dem Thema Messerabwehr in den genannten Situationen aus der Sicht des Taekwon-Do. Anschließend zeigte Bruce Ham (5.Dan Hapkido) Techniken aus seinem Gebiet, in denen ohne großen eigenen Krafteinsatz ein Angriff abgewehrt werden kann. Karl Heinz Reisach (2.Dan Taekwon-Do) schloss als langjähriger Judoübungsleiter das sportliche Ereignis mit der Übung von speziellen Judotechniken zur Selbstverteidigung ab. Es zeigte sich, dass beim Thema Selbstverteidigung die Techniken aller Kampfsportarten letztlich aufeinander aufbauen und verschmelzen. Ziel des Lehrgangs war demgemäß auch, die Prinzipien des Budo, also der Kampfkunst, anhand von Elementen aus dem japanischen Aikido und Judo sowie dem koreanischen Taekwon-Do und Hapkido zu vermitteln. Gleichzeitig wurden aber auch Unterschiede verdeutlicht, die den Charakter jeder einzelnen Sportart bestimmen. Wer sich für BUDO in seinen verschiedenen Facetten interessiert, ist zu einem Probetraining jederzeit willkommen. Unter rein sportlichen Aspekten bieten alle BUDO-Richtungen hervorragende Möglichkeiten zur Erlangung bzw. Erhaltung körperlicher Fitness. Sie fördern gleichzeitig aber auch eine Geisteshaltung, die sie nach langjährigem Training zur Kampfkunst werden lässt. Beides ist wiederum Grundlage für die Fähigkeit zu einer effektiven Selbstverteidigung in bedrohlichen Situationen. Die Dozenten bedanken sich bei allen Teilnehmern für die engagierte und disziplinierte Teilnahme und freuen sich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Norbert Frank und Karl-Heinz Reisach

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