U13m: Bayerischer Vizemeister !

Die U13 männlich von Trainer Rudi Stein verbuchte zum Abschluss einer langen Saison einen weiteren großen Erfolg. Nach einem dritten und einem zweiten Platz bei den Oberbayerischen und Südbayerischen Titelkämpfen feierten Coach und Mannschaft bei den
Bayerischen Meisterschaften im niederbayerischen Steinach am ersten Maiwochenende die Vizemeisterschaft. Am Ende stand fünf Siegen nur eine Niederlage gegenüber – die aber leider im Finale gegen den TSV Grafing.


Als Südbayerischer Vizemeister zählte die Mannschaft zum engen Favoritenkreis. Und so entpuppten sich die drei Vorrundenspiele denn auch als Aufgalopp, in dem Trainer Stein seinen Ergänzungsspielern Tobi Schmidt, Sebastian Hammon und Felix Heyland reichlich Einsatzzeit auf Turnierebene gab. Jeweils mit 2:0-Sätzen wurden der VSV Straubing, der TSV Karlstadt und der TSV Zirndorf klar besiegt. Als Gruppensieger blieb den Hachingern somit das Überkreuzspiel erspart.

Im Viertelfinale am Sonntagmorgen wartete der schwäbische Vertreter TV Bad Grönenbach, der ungefährdet mit 2:0 besiegt wurde. Ein Blick auf die vier für das Halbfinale qualifizierten Mannschaften demonstrierte eindrucksvolle die Stärke der oberbayerischen Staffel: Mühldorf, Grafing, Lohhof und Unterhaching waren einmal mehr unter sich. Das Semifinale gegen den SV Lohhof wurde zur Bewährungs- und Nervenprobe. Denn der Gegner agierte im ersten Satz nicht nur taktisch klug, sondern auch mit einer gehörigen
Portion Selbstbewusstsein. Unsere Start-Drei mit Kapitän Julian Küchenhoff, Lennart Wendt und Julius Urbach hatte ungewohnte Probleme, ein konsequentes Angriffsspiel aufzuziehen und auch die Abwehr agierte löchrig. Die Konsequenz: Der erste Satz ging mit 20:25 an die starken Lohhofer. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt nach hartem Kampf und deutlich reduzierter Eigenfehlerquote zugunsten unserer Jungs mit 25:15. Im Tiebreak wechselten die Mannschaften bei 8:4 für Haching die Seiten, doch dieser Vorsprung hatte nicht lange Bestand. Beim Stand von 13:13 sorgten dann zwei blitzsauber gespielte Angriffe für den
knappen, aber durchaus verdienten Sieg. Der unsere Jungs allerdings viele Körner gekostet hatte.

Im Finale wartete der TSV Grafing, der den TSV Mühldorf klar und schnell mit 2:0 besiegt hatte. Und die Grafinger stellten die Hachinger Annahme mit ihren druckvollen und platzierten Aufschlägen vor echte Probleme. Ein geordneter Spielaufbau war kaum möglich, die Hachinger konnten oft nur noch reagieren. Dazu kam, dass vor allem die Satzanfänge missrieten, rasch geriet Haching mit 0:5 in Rückstand. Auch wenn sich Lennart, Julius und Julian im ersten Satz noch einmal bis auf zwei Punkte herankämpfen konnten, ging der Durchgang mit 25:20 an Grafing. Die Luft schien nun raus zu sein, denn auch im zweiten Satz lagen die Hachinger rasch mit 1:7 zurück. Der Rückstand war uneinholbar und so holten sich die Grafinger verdient mit 25:16 den zweiten Satz und den Meistertitel.

Doch auch die sechs Hachinger jubelten auf dem Treppchen ausgelassen über ihre Silbermedaillen, die vom BVV-Vizepräsident Rupert Hafner überreicht wurden Zweitbeste Mannschaft von Bayern – ein großartiges Resultat unserer Nachwuchsarbeit und eine tolle Saisonabschlussleistung von Rudi Stein und seinen Jungs.

Vizemeister bei den Südbayerischen Meisterschaften

Herzschlagfinale

Bei den Südbayerischen Meisterschaften der U13 männlich spielten sechzehn Mannschaften um den Titel, davon allein elf aus Oberbayern. Das Team von Trainer Rudi Stein kam mit der Empfehlung eines 3. Platzes bei den Oberbayerischen Meisterschaften nach Lohhof.

In den Gruppenspielen warteten der TSV Grafing II, der VSV Straubing und der TSV Grafing III. Mannschaftskapitän Julian Küchenhoff, Julius Urbach und Lennart Wendet ließen nichts anbrennen, kamen zu drei klaren Zweisatz-Erfolgen und holten den Gruppensieg. Dennoch gab es in jedem Spiel leichte Konzentrationsschwächen vor allem beim Aufschlag, wie der Coach in der Teambesprechung anmerkte. Doch das Tagesziel war erreicht - man musste nicht in die Zwischenrunde und konnte Körner für den entscheidenden Sonntag sparen. Auch Tobi Schmidt, Felix Heyland und Sebastian Hammon schnupperten in allen Spielen Meisterschaftsluft und machten ihre Sache dabei ausgesprochen gut.

 Im Viertelfinale am Sonntag trafen unsere Jungs in der Stammbesetzung Küchenhoff, Urbach und Wendt auf den Schwaben-Vertreter TV Bad Grönenbach. Geschickt setzten die Jungs die taktischen Vorgaben ihres Trainers um und nahmen den Grönenbacher Hauptangreifer immer wieder aus dem Spiel. Am Ende stand ein ungefährdeter 2:0-Sieg.

Im Halbfinale war dann keiner der Dauerrivalen aus Grafing und Mühldorf der Gegner, sondern die Mannschaft des MTV München. Nach leichten Anfangsschwierigkeiten im ersten Satz entledigten sich Julian, Julius und Lenny auch dieser Aufgabe klar und sicher mit 25:14 und 25:10 und zogen in das Finale ein, wo die Vertretung des TSV Mühldorf wartete.

Das Endspiel entwickelte sich zu einem echten Herzschlagfinale über drei Sätze, in dem es keinem Team gelang, einen entscheidenden Punkteabstand herauszuarbeiten. Die knappe Hachinger Führung hielt zwar bis ins letzte Drittel des ersten Satzes, doch in der Crunch Time konnten die Mühldorfer kontern und den Satz mit 25:23 für sich entscheiden.

Im zweiten Satz fighteten unsere drei Jungs um jeden Ball, agierten sehr flexibel in der Abwehr, machten kaum Aufschlagfehler und entschieden den Durchgang verdient und nervenstark mit 25:22 für sich. Der Tiebreak musste entscheiden. Und hier hatten die Hachinger den besseren Start. Beim Stand von 8:6 wurden die Seiten gewechselt.

Mittlerweile saßen die Spieler der anderen Teams als Zuschauer direkt am Spielfeldrand und feuerten beide Teams mit Gesängen und rhythmischem Beifall an – eine fantastische Atmosphäre. Feurig aber fair!

Sowohl Mühldorf als auch Haching konnten ihr Niveau noch einmal steigern – es gab intensive Ballwechsel, taktische Kniffe und knallharte Angriffsschläge. Am Ende hatte Mühldorf mit 15:13 denkbar knapp die Nase vorn. Doch die Enttäuschung auf Seiten der Hachinger, die als echtes Team aufgetreten waren, schlug rasch in Stolz um. Stolz auf eine kontinuierliche spielerische Steigerung über die zwei Tage der Meisterschaft hinweg und Stolz auf eine grandiose Teamleistung. Die Bayerischen Meisterschaften im Mai können kommen.