Schon in den Jahren von 1946 –1949 nahm eine Mannschaft des TSV Unterhaching an Punktspielen im Handball teil. 17 Jahre blieb dann Handball eine gelegentliche Freizeitsportart im TSV, bis 1967 Fred Herrmann wieder eine Mannschaft zu Punktspielen meldete. Trainiert wurde auf einem kleinen Rasenplatz hinter der alten TSV-Turnhalle. Mit dem Bau der Hachinga Halle verbesserten sich die Trainingsmöglichkeiten. Dadurch traten immer mehr Jugendliche der Handballabteilung bei. In den besten Zeiten der Abteilung nahmen 16 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Die erste Männermannschaft hatte in dieser Zeit vor allem bei Pokalspielen Erfolge. Sie erreichte die süddeutsche Hauptrunde und musste sich dort dem damaligen Erstligaabsteiger TSV Oßweil geschlagen geben. Der Stamm der ersten Männermannschaft rekrutierte sich damals hauptsächlich aus Studenten der benachbarten Bundeswehrhochschule. Da diese nur relativ kurz dem Verein angehörten, war ein kontinuierlicher Aufbau nicht möglich. In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre übernahm Hubert Müller das Training der ersten Männermannschaft. Mit ihm stieg sie 1981 bis in die Verbandsliga Süd auf. Nach kurzer Verweildauer rutschte die Mannschaft wegen des Abgangs etlicher Bundeswehr-Studenten bis in die Kreisliga ab. Dank der guten Jugendarbeit von Günther Birner und Hubert Fritsche, die zu den Gründervätern der Abteilung gehören, stießen in den neunziger Jahren eigene Talente zu den Männern. Zu dem konnte Hubert Müller wieder als Trainer gewonnen werden. Er formte um Gregor Christoforis eine Mannschaft, die noch heute den Stamm der Ersten bildet und die Grundstein für die erfolgreichsten Jahren im TSV-Männerhandball war. Über die Bezirksliga und die Verbandsliga Süd schaffte das Team 1996 den Aufstieg in die bayerische Oberliga, belegte dort 1998 den ersten Platz und wurde somit „Bayerischer Meister“. Dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga folgte jedoch gleich ein Abstieg. Nun ist das Ziel, weiter mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs dieses Niveau und die Oberliga/Regionalliga langfristig zu halten. 

Der Damenhandball hielt früh Einzug in den TSV. Hier war es auch Hubert Fritsche, der die Damen von der C - Klasse bis in die Bezirksliga führte. Sein Nachfolger Rolf Friebel gewann sogar die oberbayerische Meisterschaft und stieg mit den Damen in die höchste bayerische Spielklasse auf. Dieser erfolgreichen Phase folgten Jahre der Ruhe, die kaum nennenswerte Erfolge aufweisen.

Mitte der achtziger Jahre trat die weibliche A - Jugend unter der Leitung von Rolf Friebel und Lotte Elfinger hervor. Nicht nur mehrere Münchener Meistertitel heimsten sie ein, sondern auch den oberbayerischen, bayerischen und süddeutschen. Erst im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft schieden die Mädchen gegen den späteren deutschen Meister aus. Auch hier stammten die Spielerinnen aus den eigenen Reihen, die unter Trainer Thomas Eck über die Bezirksliga den Aufstieg in die bayerische Oberliga (1993) schafften. Zwei Jahre blieben sie dort. Die nächsten Jahre verbrachten sie in der Bezirks- und Verbandsliga bis 1998/99 wieder Aufstieg in die Oberliga geschafft wurde. Unsere Jugend ist der Erfolg von morgen. Deshalb versuchen wir immer wieder, mit neuen Ideen Handball für Jugendliche attraktiv zu gestalten. Dank der Arbeit von Brigitte Baumgärtel und Jürgen Münch im letzten Jahrzehnt hat sich ein fester Stamm gebildet, der zuversichtlich für die Zukunft stimmt.