In die 110-jährige Geschichte des TSV Unterhaching wird dieser Tage ein besonderes Ereignis eingehen. 50 Jahre ohne Unterbrechung als Übungsleiterin tätig zu sein ist außergewöhnlich. Ursula Staudter ist die langjährigste und immer noch aktive Übungsleiterin des TSV Unterhaching. Im Bereich der Damengymnastik prägte sie als Vollprofi – staatlich geprüfte Gymnastik- und Sportlehrerin - den Verein wie keine andere.



Die „Karriere“ der Freisingerin Ursula Mühlbauer begann mit dem Schuljahr 1967 als sie an die Jahnschule in Unterhaching versetzt wurde. Der TSV-Vorstand gewann im Januar 1969 die junge Sport- und Werklehrerin für den aufgrund des gewaltigen Zuzugs stark expandierenden Verein. Die alte TSV-Halle war dem Ansturm der vielen Sportbegeisterten aller Gattungen nicht mehr gewachsen, darum zog die frisch gebackene Übungsleiterin mit einer sich laufend vergrößernden Schar Damen jeden Alters in die Halle der Jahn- und Fasanenschule.

Die Attraktivität ihrer Stunden basiert auf langer und gründlicher Vorbereitung, die kaum eine Programmwiederholung kennt. Die Grundlage für ihre Übungen ist die Musik, deren Eigenart und Rhythmus sie in Bewegungen umsetzt. Dabei bedient sie sich modernster Hits, Oldies und aller zum Teil als Modeerscheinungen auftretenden Bewegungsformen. Besonders schätzen die Teilnehmerinnen den abschließenden, gemeinschaftsfördernden Tanz nach folkloristischen oder modernen Motiven.

Eine Reise nach Japan mit den Unterhachinger und Schwanthalerhöher Pfadfindern hatte weitreichende Folgen, denn nach zwei Jahren nannte sie sich Staudter und die einzigen kurzen Unterbrechungen ihrer Übungsleitertätigkeit waren die Geburten von Carolin und Dominik.

Mit ihren vereinten Gymnastikgruppen trat Ursel 1973 zur Eröffnung der Hachinga-Halle erstmals vor die Öffentlichkeit - und das mit einem Paukenschlag. Denn 70 Damen in lindgrünen und rosafarbenen Trikots tanzten zum krönenden Abschluss moderne Formationen. Das war die Geburtsstunde der Show-Tanzgruppe des TSV, die bei Sportpaletten, Sportlerehrungen, Jubiläen und bei allen TSV-Bällen für Höhepunkte sorgte. Für größere TSV-Feste gelang es Ursel Staudter immer zahlreiche Damen zu gewinnen, die bereit waren, zusätzliche Übungsstunden zu opfern. Die von ihr erarbeiteten Choreografien, das Gemeinschaftserlebnis und der Erfolg der Aufführungen entschädigten die Teilnehmerinnen um ein Mehrfaches.

Ihr umfangreiches Repertoire stammt aus intensiver Weiterbildung durch Lehrgänge und durch Selbststudium. Der Bayerische Landessportverband holte Ursel in sein Lehrteam, so konnte sie ihr Wissen und Können an viele Übungsleiter in Oberbayern weitergeben.

Von ihrem Einfallsreichtum profitiert nicht nur die Damengymnastik, sondern auch das Eltern-und-Kind-Turnen. Hier übte sie mit den Kleinsten des Vereins, deren Müttern und manchmal auch Vätern ein buntes, kindgemäßes Programm ein, mit dem schon mehrfach Sportpaletten und Vereinsturnfeste eröffnet wurden.

Bekannt wurde Ursula Staudter auch durch ihre zahlreichen handwerklichen Kurse bei den Volkshochschulen in Unterhaching und Ottobrunn und durch Ausgleichs- und Wirbelsäulengymnastik.

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